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1. Damen - 2016/2017

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unterstützt das Team in der

Bezirksliga Ostsachsen

 

Wie an dieser Stelle angekündigt, war der Heimspieltag am Samstag in der Daimlerhalle die erwartet schwere Hürde, wenn man sich in Richtung Tabellenspitze orientieren möchte. 

Klar ist nun, dass dieses Thema erstmal vom Tisch ist. Die Punktausbeute war unterm Strich zwar positiv, aber nicht das Optimum.

Von Anfang an erwies sich der TSV Kunnersdorf als der erwartet schwierige Gegner, obwohl nicht mit voller Besetzung angereist. Die Spiele gegen die Kunnersdorferinnen waren immer eng, da es sich um eine sogenannte „Rückschlagmannschaft" handelt, bei der es immens viel Aufwand im Angriff verlangt, um überhaupt einen Ball im Feld zu landen. Wenn die sich in einen ihren Abwehrrausch spielen, wird es für jede Mannschaft in der Liga schwer.

Die Bautzenerinnen konnten das in den ersten beiden Sätzen wegen ihrer physischen Überlegenheit noch ganz gut lösen. Jedoch ging es auch dabei schon ständig auf und ab. Eben noch lag der MSV im 1. Satz sieben Punkte vorn, schon war der TSV wieder auf einen Punkt heran. Am Ende konnten die MSV-Frauen den Druck nochmal steigern und gewannen klar 25:19.

Im 2. Satz war es schon knapper, Kunnersdorf führte zeitweise und Bautzen hatte es vor allem der in diesem Satz überragenden Joanna Spee mit einer 95 %igen Trefferquote zu verdanken, sich am Ende doch noch mit 25:20 durchzusetzen.

Das es kein Durchmarsch wird, zeigte sich dann im 3. Satz, der richtig eng wurde. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, bei den Bautzenerinnen begann der Angriff zu stottern und die Kunnersdorferinnen brachten immer mehr Bälle zurück, siehe oben. Trotzdem reichte es für den MSV zum ersten Matchball bei 24:23. Der wurde vergeben und prompt folgte der 26:24-Satzgewinn für Kunnersdorf.

Der 4. Satz war ein Spiegelbild des dritten. Erneut ein Hin und Her, scheinbar sichere Vorsprünge wurden wettgemacht und die Bautzenerinnen verzweifelten langsam an der Kunnersdorfer Abwehr. Die Angriffe waren einfach nicht mehr druckvoll, es fehlte an Variabilität und Genauigkeit, nicht zuletzt sorgten etliche verschlagene Aufgaben für Unsicherheit. Kunnersdorf feierte nach jedem gewonnen Punkt Party, während die MSV-Frauen immer öfter Frust schoben. Dennoch schafften sie mit großem Kampfgeist erneut einen Matchball, diesmal bei 25:24 und das sagt alles. Auch der konnte nicht verwandelt werden und wieder war Kunnersdorf mit 27:25 der Sieger.

Damit war es gelaufen für Bautzen. Nach kurzem Höhenflug zu Beginn des 5. Satzes bissen sie sich wieder in der Kunnersdorfer Abwehr fest und scheiterten daran. 15:10 und 3:2 für Kunnersdorf standen am Ende zu Buche. Nicht zum ersten Mal haben die Bautzenerinnen ein Spiel vor allem im Kopf verloren, aber diesmal haben sie sich teuer verkauft und wenigstens einen Punkt geholt.

Damit war klar, dass Bautzen sich um die Tabellenspitze keine Gedanken mehr machen muss und locker in die Begegnung mit Blau-Weiß Hoyerswerda gehen kann. Die hatten jüngst den Löbauerinnen eine Niederlage zugefügt und wurden eigentlich als der stärkere Gegner erwartet. Zum Glück kam es anders.

Eine komplett umgestellte Bautzener Mannschaft hatte zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und so ging der 1. Satz noch mit 21:25 verloren. Danach beherrschten die MSV-Frauen das Spielgeschehen aber klar, ohne gleich Hochgeschwindigkeitsvolleyball zeigen zu müssen. Hoyerswerda konnte nicht viel dagegenhalten und den Bautzenerinnen genügte eine solide Leistung um die Sätze zwei und drei zu 12 und zu 11 klar zu gewinnen. Im 4. Satz dümpelte die Partie zunächst eine Zeit lang vor sich hin. Bautzen verwaltete das Spiel und Hoyerswerda kam langsam wieder zurück. Die kurze Führung der Hoyerswerdaerinnen wurde aber durch einen energischen Endspurt egalisiert und das Spiel verdient mit 3:1 (-21;12;11;19) gewonnen.

Insgesamt ein versöhnlicher Ausgang des Spieltages. Bautzen hat jetzt zwar nur einen Punkt Rückstand auf Löbau, aber dafür ein Spiel mehr.

Für Bautzen spielten:
M.-L- Gehlauf, S. Jais, L. Pasieka, D. Probst, A. Rieger (Kapitän), L. Scheunig, J. Spee,
M. Jäckel, N. Weickert, M. Preußger, S. Rudolph und L. Schubert.