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1. Damen - 2016/2017

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unterstützt das Team in der

Bezirksliga Ostsachsen

 

Das Spitzenspiel der Ostsachsenliga am Samstag in Löbau bot alles, was man sich von so einem Spiel verspricht – ein enges Match voller Spannung und zudem für diese Liga Spitzenvolleyball.

Der OSC Löbau hatte das erste Spiel gegen schwache Zittauerinnen mühelos gewonnen, war gerade mal warmgespielt und wollte gegen den Tabellenzweiten MSV Bautzen mit einem Sieg die Meisterschaft vorentscheiden. Die Bautzenerinnen wiederum wollten den Löbauerinnen das Leben so schwer wie möglich machen. Endlich mal ein Spiel, in dem sie nicht favorisiert waren, zumal der letzte Erfolg gegen Löbau schon einige Zeit zurückliegt.

Es war von Anfang an ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften boten spektakuläre Angriffe und Abwehraktionen. Letztendlich profitierte Löbau im 1. Satz von sagenhaften 17 (!) unerzwungenen Eigenfehlern der MSV-Frauen in Angriff und Aufschlag. Dass der Satz trotzdem nur knapp 25:23 für Löbau endete, spricht für die hohe Moral und Kampfkraft der Bautzenerinnen, die sie bis zum Ende des Spiels durchhielten.

Der 2. Satz verlief ähnlich. Bautzen unterliefen zwar weniger Eigenfehler, aber die Angriffe hatten zu wenig Variabilität und Durchschlagskraft, um die saustarke Löbauer Abwehr zu überwinden. Erst gegen Ende des Satzes konnte sich Löbau mit immensem Kraftaufwand etwas absetzen und auch diesen Durchgang mit 25:22 gewinnen.

Bautzen hatte aber Löbau ordentlich unter Druck gesetzt und ließ auch im 3. Satz nicht locker. Die Frage war, wie lange Löbau noch auf dem Niveau verteidigen kann. Und sie fingen an zu schwächeln.
In der ersten Hälfte des Satzes hatten sie den Bautzener Angriffen nicht mehr viel entgegenzusetzen. Die MSV-Frauen griffen variabel und hart immer wieder mit 3 Angreiferinnen an, der Block und die Abwehr mit einer überragenden Libera Susi Jais an der Spitze ließ fast keinen Ball mehr durch und Löbau wurde förmlich überrollt. Mit 10 Punkten Vorsprung im Rücken ließ die Spannung etwas nach, Löbau holte noch ein wenig auf, der Satz ging jedoch mit 25:19 an Bautzen.

Auch im 4. Satz übernahm Bautzen sofort wieder die Initiative, doch Löbau hielt dagegen, wollte unbedingt die 3 Punkte. Das Niveau blieb unvermindert hoch. Bautzen führte zu Beginn, Löbau holte auf und ging seinerseits in Führung. Bautzen hatte Schwierigkeiten im Angriff, leistete sich zu viele Fehler, so dass Löbau sogar mit 18:13 führte. Sah wie eine Vorentscheidung aus, war aber keine.
Denn Bautzen steigerte sich erneut, ließ Löbau in 7 Spielzügen am Stück keine Chance und drehte den Satz. Mit einer kurzen Unterbrechung zogen die Bautzenerinnen durch und entschieden den Satz mit 25:20 für sich – Ausgleich.

Im folgenden Tie-Break prägte dann der Kampf das Spiel. Bautzen begann wie die Feuerwehr und zog mit 5:0 davon. Löbau wiederum gab sich noch lange nicht geschlagen und kam wieder heran, aber mehr als den Ausgleich zum 8:8 ließen die Bautzenerinnen nicht zu. Danach bauten sie mit der oben beschriebenen Kampfkraft und erneut überragenden Abwehraktionen den Vorsprung wieder kontinuierlich aus bis zum spielentscheidenden 15:11.

Mit dem 3:2 (-23;-22;19;20;11) beim Spitzenreiter Löbau ist den Bautzenerinnen ein echter Coup gelungen. Obwohl diesmal nicht in voller Besetzung angetreten, waren sie dem Sachsenklassenabsteiger in spielerischer und kämpferischer Hinsicht am Ende sogar überlegen.
Nun hat Löbau zwar immer noch 3 Punkte Vorsprung, aber wer weiß, was bis zm Ende der Saison noch passiert. Bautzen wiederum hat jetzt 5 Punkte Vorsprung auf den Dritten und das sollte auch beruhigend sein.

Für Bautzen spielten:
M.-L- Gehlauf, S. Jais, L. Pasieka, A. Rieger (Kapitän), L. Scheunig, J. Spee, M. Jäckel, M. Preußger und S. Rudolph.